Stuttgart – eine Entdeckung!

Donnerstag, 10. Mai. 2018
Oberstufen-Camp der Pfarrei Heilig Geist in Stuttgart

27 Jugendliche und 5 Leiter machten sich am 10. Mai auf in Richtung Stuttgart. Die drei Stunden Fahrt waren schnell vorbei, zumal noch ein Quiz gelöst wurde. Nur wenige U- Bahnstationen vom Bahnhof entfernt, aber 100 Meter höher, lag die komfortable Jugendherberge.

Dort begann die Stadtführung: dass Stuttgart in einem Talkessel liegt und auch darum unter Smog und Verkehrsstau leidet, liess sich aus der Höhe erahnen, ebenso wie die  Grossbaustelle „Stuttgart 21“. Nach einem feinem Glacé stand ein Besuch des weltweit ersten Fernsehturms an. Die Aussicht vom 217 Meter hohen Turm war gleichermassen imposant wie die Höhe für einige ein wenig angsteinflössend, zumal eine steife Brise wehte. Das schwäbische Nachtessen im Restaurant “Carls Brauhaus” kam gut an:  ganz gleich ob man Schnitzel, Maultaschen oder Kässpätzle gewählt hatte, die Qualität stimmte, die Quantität überforderte manche sogar. Da tat der Spaziergang zurück zur Jugendherberge, vorbei an einigen der 17 schönen historischen Brunnen Stuttgarts, ganz gut.

Am Freitagvormittag besuchten die Jugendlichen zunächst die „Young Caritas“, die Freiwilligenprojekte für junge Menschen per WhatsApp- Gruppe organisiert: „Seedbombing“, Begegnungen mit jungen Flüchtlingen oder Feste mit Menschen mit einer Beeinträchtigung. Diese luden anschliessend die Jugendlichen zu einer Stadtführung der besonderen Art ein:  8 Menschen mit Handicap, sichtlich nervös, aber hoch motiviert, erzählten an historischen Plätzen viele amüsante Geschichten zu den württembergischen Königen und ihren „Untertanen“ sowie interessante Infos über die Vergangenheit Stuttgarts. Höhepunkte waren die Besichtigung der Jugendstil- Markthalle und der Reitertreppe mitten im alten Schloss, ganz besonders aber begeisterte der „Paternoster“- Aufzug im Rathaus, der einzige Deutschlands: alle mussten 2x Paternoster fahren, erst dann konnte es weiter gehen. So kamen die Jugendlichen mit den einheimischen FührerInnen ins Gespräch, und der grosse Applaus am Schluss sprach für sich.

Nach ausgiebiger Pause mit Zmittag im Schlossgarten stand der Nachmittag im Zeichen des Mercedes-Benz Museums. Beeindruckend viele wertvolle und schöne Autos – vom ersten PW der Welt bis zum Formel 1 Boliden von heute - konnten bestaunt werden, dazu gab es fundierte Kommentare. Doch nicht alle liessen sich längere Zeit davon fesseln, vielleicht war die Vorfreude auf das Frühlingsfest zu gross…Auch das Essen in einer Bad Cannstatter Pizzeria litt wohl etwas darunter, dass alle schon ungeduldig auf den Besuch des europaweit grössten Frühlingsfests warteten. Die riesigen Fahrgeschäfte auf den „Cannstatter Wasen“ liessen bei einigen den Adrenalin-Pegel in die Höhe schiessen! Auch Autoscooter und Schiessen waren beliebt, ebenso wie diverse Süssigkeiten. Die knapp 3 Stunden auf dem Fest vergingen wie im Flug.

Am Samstag gab es bis zum Mittag noch Zeit zum Shopping im Stadtzentrum. Bei der Heimreise dauerte es dann nicht lange, bis es ziemlich ruhig wurde im Zug. Viele müde, aber glückliche Gesichter waren zu sehen. Sogar dem Leitungsteam, das aus Nina Pasquale, Eva Müller, Jan Meier, Matthias Braun und André Bürkler / Gulli bestand, war nun eine gewisse Müdigkeit anzusehen – zugleich aber auch eine grosse Zufriedenheit über die positiven Rückmeldungen der Jugendlichen.

Die tollen Aktivitäten, die super Stimmung und das tadellose Verhalten der Gruppe lassen schon Vorfreude auf die nächstjährige Reise aufkommen.

Matthias Braun