Jeder Mensch ist besonders: „Mitenand“ – Gottesdienst in Heilig Geist

Montag, 7. Jan. 2019
Am Sonntagmorgen, 20.1., 10 Uhr, wird die Heilig Geist Kirche ein ungewohntes Bild bieten: Einige Stühle werden entfernt, um Rollstühlen Platz zu machen. Liederblätter in grosser Schrift und Blindenschrift liegen auf. Menschen, die gehörlos sind, werden in der Kommunikation unterstützt durch eine Gebärdensprach-Dolmetscherin.

Ingrid Dettling, Mitarbeiterin der Behindertenseelsorge und Matthias Braun haben den Gottesdienst gemeinsam mit 7 BewohnerInnen und einigen Betreuern des Wohnheims Frankental, sowie einigen Pfarreiangehörigen vorbereitet.

„Jeder Mensch ist besonders“, das ist das Motto des Gottesdienstes. Denn jeder hat Stärken und Fähigkeiten. Gott hat sie uns geschenkt, und wir sind aufgerufen, unsere Begabungen zu leben, sie zu teilen, und einander zu helfen. Im Gottesdienst werden einige Begabungen zu sehen und zu hören sein. Auch nachher beim gemeinsamen Spiel, beim Drehen des Glücksrades und dem Mittagessen.

Gemeinsam mit Menschen mit sichtbarer, nicht sichtbarer oder intellektueller Behinderung Gottesdienst feiern, das findet in Heilig Geist erst zum zweiten Mal statt. Das Miteinander, das an diesem Morgen hoffentlich spürbar sein wird, hat beim vorigen „Mitenand“- Gottesdienst viele Teilnehmende berührt. Eigentlich sollte „Inklusion“ selbstverständlich sein; Generalvikar Josef Annen sagt: „ Wenn Menschen mit Behinderung in der Kirche fehlen, sind wir nicht Kirche.“
Inklusion heisst wörtlich übersetzt: Dazugehören. Wenn jeder Mensch, mit oder ohne Behinderung, überall dabei sein und teilhaben kann, dann ist es Inklusion. Der „Mitenand“ – Gottesdienst ist ein Schritt dahin, zu dem alle Hönggerinnen und Höngger herzlich eingeladen sind.

Ingrid Dettling und Matthias Braun