Erstkommunion vom 19. Mai 2019

Sonntag, 19. Mai. 2019
27 Kinder zogen in die bis auf den letzten Platz besetzte Kirche ein. Die mehrsprachige Begrüssung spiegelte die kulturelle Vielfalt der anwesenden Festgemeinde. Bereits in der Einleitung bezogen sich die Kinder auf das Thema der Feier: «Brot, von dem wir leben».

In der Predigt verknüpfte Pfarrer von Holzen, die beiden Brottexte – die Geschichte vom Bäcker an der Jakobsstrasse und die Brotrede Jesu (Joh 6,48-51) - so, dass Gross und Klein eine einfache Botschaft ins tägliche Leben mit-nehmen konnten: Indem Jesus mit einem alttestamentlichen Bibelzitat klarstellte, dass der Mensch «nicht vom Brot allein lebe, sondern aus jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt» (Mt 4,4), werde klar, dass das gottesdienstliche Brotteilen nicht primär unsere Leiber ernähren wolle, sondern an die Frohe Botschaft erinnere, die unseren Hunger und Durst nach glückendem Leben und Zusammenleben stillen könne. Das eucharistische Brotteilen verweise also immer auf Gottes Weisheit, die in Jesu Frohbotschaft zur Nahrung für die Seele geworden ist.

Dass damit kein abgehobener Vorgang gemeint ist, verdeutlichte die Geschichte vom Bäcker in der Jakobsstrasse, die Bernadette Pichler und Isabelle Dimitrakis vorgetragen hatten; so wie dieser am Schicksal einzelner Personen Anteil nahm und die Mitmenschen einlud, im gemeinsamen Brotessen an der Ladentheke sich den Betroffenen zuzuwenden, so kann jeder von uns eigene Formen des Teilens entwickeln, die helfen, die wegweisende und sinnstiftende Botschaft Jesu ins täglich Leben, mit all seinen Freuden und Leiden, einfliessen zu lassen.

Diese Gedanken erklangen zudem auch in den Andrew-Bond-Liedern, die die Kinder, geleitet von Renata Jeker und begleitet von Ivan Horvatic aus vollen Kehlen sangen und die Freude des rundum gelungenen Festes ausdrückten: «Halleluja, sind bereit. Halleluja, d Bible isch offe. Halleluja, Jesus seit: «Liebed, glaubed und hoffed.»   

Marcel von Holzen