Weihnachten 2017 in Heilig Geist: "Raum für Begegnung"

Dienstag, 23. Jan. 2018
Weihnachten 2017 in Heilig Geist: "Raum für Begegnung"

Unsere Pfarrei Heilig Geist feierte das Weihnachtsgeschehen wie immer in den Gottesdiensten, u.a. den Rorate-Feiern, der Christmette, dem Krippenspiel der Kinder und dem Sternsingen. Ausserdem aber wollten wir vor allem: „Mehr Raum schenken für Begegnung.“

Pfarrer Marcel von Holzen erwähnte in seiner Ansprache bei der @KTIVI@-Adventsfeier am 14. Dezember, dass - wer sich auf den Weg macht - neue Erfahrungen und neue Begegnungen ermöglicht. Sich-auf-den-Weg-machen im übertragenen Sinn ist die weihnächtliche Ur-Bewegung par excellence. Man konnte an der Feier auch der musikalischen Seite des Pfarrers begegnen: gekonnt am Klavier, vierhändig im Zusammenspiel mit Pius Dietschy.

Der Einladung zum Begegnungs- und Informationsabend mit Flüchtlingen folgten am 22. Dezember sehr viele Menschen. Der aus Syrien geflüchtete Hisham Salloum berichtete in fabelhaft gutem Deutsch über sein Land, die syrische Kultur und einige Kriegsursachen. Priska Alldis von der Fachstelle Flüchtlinge bei der Caritas informierte zudem über die schweizerische Flüchtlingspolitik. Beide antworteten auf die vielen Fragen des interessierten Publikums. Matthias Braun, selber Vorstands-Mitglied beim Solinetz und Initiatior dieses Abends, lud alle danach zum syrischen Essen ein.

Was wäre eine Weihnachtszeit ohne Begegnung mit dem Sankt Nikolaus? Viele Familien mit ihren Kindern zog es 6. Dezember in die Kirche, um den Heiligen Mann zu treffen. Die Ministranten boten Sankt Nikolaus tatkräftige Unterstützung und verteilten seine Gaben, während die Lieder des Kinderchores (Cantata Seconda) dem Samichlaus so sehr gefielen, dass er auch nächstes Jahr wohl wieder den weiten Weg zur katholischen Pfarrei in Höngg auf sich nimmt.

Ab dem 24. Dezember dann erzählte die Figuren-Krippe in der Kirche vom Geschehen von vor 2000 Jahren in Bethlehem und von den Begegnungen mit dem Jesuskind: Hirten, Bettler, Kinder und Könige, alle versammelten sich dort und huldigten dem Kind - selbst Ochs und Eselein. Die einst von fleissigen Frauenhände gestaltete Krippe bekam dieses Jahr noch mehr Raum in der Kirche geschenkt. Wie viele Menschen sich täglich in die Kirche begaben und die biblischen Figuren auf sich wirken liessen? Das weiss wohl nur der Sakristan.  Herzlichen Dank an Béatrice Zimmermann und ihren Helferinnen für die schöne Gestaltung.

Dem ökumenischen Silvestergottesdienst am 31. Dezember in der reformierten Kirche war das Wetter besonders gnädig, so dass sich eine grosse Schar Höngger einfand, die den Silvester ganz gerne in besinnlicherem Rahmen feierte. Die Begegnung mit dem Jesuswort: „Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir…und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht“, zeigte, dass wir uns auf die „sanfte Führung“ des an Weihnachten Geborenen verlassen können. Die Musiker von „Musique en route“ verstanden es vorzüglich, mit ihren Klezmer-Klängen die heiter-besinnliche Note des Anlasses zu unterstreichen.  Übrigens: Das Feuerwerk, vom Kirchhügel aus betrachtet, hat seinen Reiz – auch für stillere Gemüter. 

Pia Föry